Was

Instrumentales Statement

Eine Gitarrenmelodie verhakt sich im Ohr, mit großem gesanglichen Ton, stadiontauglich, ein satter knurriger Bass, der sich über dem treibenden Groove des Schlagzeugs langsam und mächtig aufbäumt und unaufhaltsam von der Bühne rollt… – ein Gruß an die alten Bestände. Man fühlt sich schnell behaglich in diesen vertrauten Klängen, die sofort die Einflüsse klassischer Rock Bands aus vier Dekaden aufblitzen lassen.

Doch der Schein trügt, denn im nächsten Moment kommt schon der Bruch für den gerade selig nickenden Zuhörer, gerade dann, als er die stilistische Schublade schließen wollte. Was ist jetzt kaputt? Ist das immer noch die gleiche Band? Denn schon will die Musik nicht mehr passen, sie scheint sich plötzlich aus allen möglichen Schubladen zu bedienen, nicht nur aller Spielarten von harter Rockmusik, da tauchen auch Anleihen von Pop, Blues, Funk, Country und sogar Jazz auf. Sofort wird einem klar, diese Band scheut keineswegs Grenzgänge und auch keine Klischees, sie spielt mit ihnen und führt sie ständig mit einem verschmitzten Augenzwinkern vor. Um letztlich auch den Stilbruch selbst als Klischee der Progressive-Rockmusik zu entlarven.

Fernab des sonstigen Retro-Booms, ist die Eigenständigkeit ihrer Musik nicht abzustreiten, und dieses Spiel mit stilistischen Zitaten soll vielmehr als Hommage an die eigenen großen Vorbilder verstanden werden, denn RPM gehen nicht bis an die Schmerzgrenze, ihre Songstrukturen verfolgen stets den Anspruch der Beherrschung des Materials und folgen einem roten Faden, auch wenn dieser beim ersten Hören manchmal etwas bunter erscheint. Bei aller Kleinheit der Besetzung überrascht es schließlich, dass ihre Musik ganz ohne Gesang auskommt, wo sollte er auch Platz finden in diesem dichten Gedränge aus schweren Riffs, vertrackten Rhythmen und Melodien? Kein Manko. Ein instrumentales Statement!


 

Pressestimmen

„Dass Rockmusik auch ohne Gesang funktionieren kann, stellte das Corburger Trio „Revolutions Per Minute“ mit einem ideenreichen, vor Atmosphäre und Können sprühenden Sound unter Beweis – cool und intelligent.“ (Neue Presse Coburg)

„Ein furioses Progrock-Abenteuer…, abgefahrene Breaks, bombastische Riffs, ein ziemlicher Wahnsinn…, ein packender instrumentaler Trip zwischen 80er-Metal und dem Progrock der 70er!“ (Gitarre&Bass)

„Eine überragende Visitenkarte. Als Songwriter sind die drei sagenhaft gut, man ist ganz hingerissen von der Eingängigkeit des Materials.“ (Legacy)